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die Bond-Spechts in Australien

March 24, 2018

Die letzten Tage wollten wir es nochmal warm. Also ab nach Norden. Von Esperance über Haydn mit seinem berühmten, fotogenen, aber live wenig beeindruckenden Wave-Rock bis 50 km nördlich von Perth in den Yanchep Nationalpark gebraust. Ein kleinerer Naturpark, schön ruhig, günstig und zumindest an einem von den drei Tagen war es auch super heiß. Highlight waren hier die vielen tollen Vögel (und ja, es gab natürlich auch Kängurus und Koalas): grüne Papageien und kleine rote Piepmätze und ganze Schwärme plärrender schwarzer Kakadus. Motivation für ein kleines Gedicht ...

Ich sitze hier und schwitze
und über mir im Baum
machen Kakadus ihre Witze

Im Yanchep gab es auch eine super Gaststätte alt-englischer Art (mit lecker britischem Pub-Essen und Pool-Tisch und Star Wars Flipper und Biergarten und tollem Service – super!).

Yvonne und Luke durften sich in Australien eh mal etwas intensiver mit den englischen Kulinarik vertraut machen, die hier überall gibt: Fish & Chips satt,...

March 21, 2018

Eine weite Strecke durch Busch- und Weideland und vorbei an einigen, teilweise milchig-grünen Salzseen sind wir freudig in Esperance gelandet. Der Ort versprach einige der tollsten und weißesten Strände in Australien. Und er hielt sein Versprechen. Insbesondere der West-Beach hat uns begeistert. Wir hatten ihn vielfach ganz für uns alleine bzw. wurden nur von lokalen Gassiläufern oder nicht-lokalen Auf-den-Strand-husch-und-Selfi-mach-Menschen in unserer Idylle „gestört“. Bis auf einen Tag aber immer windig und eher frisch. Jaja, der Wind. Ein bekannter Begleiter unserer Zeit hier im Westen. Aber alles sehr schön …

Nach drei Nächten auf einem gemütlichen, aber halt klassisch-eng-gestelltem Campingplatz wollten wir weiter. Es einsamer haben. Hallo Natur. Hallo Cape le Grande Nationalpark. Hallo Lucky Bay. In dieser Bucht gibt es einen sehr gut bewerteten Nationalpark-Campingplatz (typisch mit ganz einfachen Toiletten / Duschen, kein Licht oder Strom) und einen der weißesten Strände in Aus...

March 13, 2018

500 km entlang einer Wasserpipeline und vorbei an grenzenlosen (aktuell abgemähten) Weizenfeldern und Buschland sind wir in der Minenstadt Kalgoorlie Boulder gelandet. Mit 30.000 Einwohner die drittgröste Stadt in Westaustralien. Wir waren glücklich, es geschafft zu haben. Denn die letzte Tankstelle vor einer 160 km Tankstellenfreien-Zone hatte leider zu und die Tankanzeige sagte „dit wird eng“.

Q: Was gibt´s denn in dieser Minenstadt zu sehen?

A: Ein Loch. Ein sehr großes Loch. Besser: Eines der größten Bergwerke der Welt. Den SUUUUUPPPPEEEEERRRR PIT!

3,5 Kilometer lang, 1,5 Kilometer breit und 360 Meter tief. Die größten Bagger und Kipplader der Welt sehen darin wir niedliche Spielzeugautos aus. Jährlich werden 28.000 kg Gold (8% der Weltproduktion) mit unglaublichem Aufwand aus diesem krass-großen Loch herausgeholt. 10.000 Sprenglöcher werden monatlich mit je 200 kg TNT gefüllt und geblastet, um das Erdreich zu lockern. 40 Kipplader mit je 1300 PS ächtsen rund um die Uhr, um die Gold-b...

March 9, 2018

Umweg und Zwischsenstopp in Lancelin auf halbem Weg nach Kalgoorie-Boulder.
Ein nett verträumtes Örtchen am Rande von 15 km Dünen.
Abends angekommen. Ein bisschen Science-Fiction-Atmosphäre.
Komplett alleine in dieser beindruckenden Dünenlandschaft verbracht und auch wild gecampt.

Bilderbuch Sternenhimmel mit leuchtender Milchstraße.
Am nächsten Tag Sandboards ausgeliehen und huuuuuiiiii - rumgesaust.

Dann wieder ab in den Camper und weiter ....

PS: Endlich mal keine Fliegen. Was für eine Wohltat...

Ach ja (Nachtrag): Irgendwo im Südosten waren wir in einem süßen kleinen Tierpark. Man konnte (unter strenger Aufsicht von geschultem Fachpersonal, also ganz artgerecht) einen echten Koala halten und knuddeln, Kängurus füttern, Emus (sehr wundersame Tiere) und Dingos (australische Wildhunde) kiekn und sowas. Süüüßßßßß. 

March 5, 2018

Eigentlich wollten wir nicht unbedingt nach Kalbarri. Die Bilder und die Beschreibung im Reiseführer waren so lala. Aber wir wollten weiter in den Norden. Weiter in die Weite. Weiter in die Wärme. Also, lets got to Kalbarri.

Gute Entscheidung. Wir blieben vier Tage hängen. Super Klippenlandschaft am Meer. Schöne Canjonlandschaft landeinwärts. Bester Strand. Endlich heiß. Dazu ein im Ort mit dem blauen Meer schick kontrastierender hellbraunen Fluss. Darin tauchten immer wieder durchziehenden Delphingruppen auf und einen Abend sogar ein Hai. Der war offenbar irgendwie am Strand gelandet und wurde von den einheimischen KINDERN (!) johlend und Handy-filmend an der Schwanzflosse ziehend wieder ins Wasser gerettet.

Auch toller, megaentspannter Campingplatz mit Pool und „Familienbädern“ für alle. Wenn´s dunkel wurde, gingen die Fliegen und der schöne Sternenhimmel tauchte auf.

In der Gegend gab es – riffgeschützt – einen Strandabschnitt mit einigen Meerwasserbecken. Tagsüber tummelten sich dort...

March 3, 2018

Von Perth aus zu den Pinnacles. Die Experten sind sich nicht einig, wie diese Gegend tatsächlich entstanden ist. Aber das Resultat überzeugt: Ein Kilometer-großes, wüstiges Areal mit hunderten wie künstlich hingestellten Sandsteinen. Wir sind zum Nachmittag angekommen und bis zum Mondaufgang in dieser schrägen Landschaft geblieben, weil´s so beeindruckend war. Für Luke war´s die perfekte Versteck- und Fangespiel-Szenerie. Nacht´s wild gecampt und dann wieder ab zu den Pinnacles. Nochmal durchfahren. Nochmal durchlaufen.

Wir mögen unseren neuen, kleinen und deutlich älteren Camper. Unser Zuhause für die nächsten 24 Tage. ABER: Wir können beim Fahren zusehen wie sich die Tanknadel bewegt. 170 Kilometer und halber Tank leer. Nicht so gut. Besonders nicht in Westaustralien, wo 170 Kilometer so gar nichts sind. Der Platzhirsch unter den Camper-Mietwagenfirmen ist servicemäßig aber gut drauf und bietet neben der 24 Stunden Hotline auch direkte Hilfe auf dem ganzen Kontinent. Wir wurden an ung...

February 27, 2018

Fazit nach einer Woche im Südwesten: wunderschön, das BESTE bisher.

In Walpole nachts auf der Straße fast zwei Mal mit einem Tier kollidiert: nein, kein Känguru, sondern eine Eule. Wir mussten tatsächlich zwei Mal in die Klötzer steigen, weil da seelenruhig eine kleine Eule auf der nächtlichen Straße saß. Süß.

Von Walpole nach Augusta gefahren. Das schickste Hostel bislang, wieder quasi nur für uns. Dann nach Magret River. Wieder keine Weinprobe, obwohl einer der besten Weingegenden Australiens mit einem Weingut nach dem anderen. Dafür aber die Mammut Tropfsteine-Höhle besucht (die ihren Namen verdient, riesig!). Bis Bunbury. Auf der Fahrt ist Yvonne fast in ein großes Känguru gerauscht, das direkt vor uns über die Straße hopste. In einem schrecklichen Backpacker übernachtet. Morgens zum Dolphin Discovery Center und freilebende Delphine am Strand bis auf wenige Zentimeter live im Meer erlebt. Noch spannender waren dann die Infos in dem kleinen Center zu einigem Meeresgetier. Dazu unter „...

February 24, 2018

In Adelaide noch auf einem tollen Künstlerfest (Fringe) gewesen. Endlich mal ein richtig sommerlicher Stadttabend unter netten Menschen. mit lecker Essen, gepflegtem Weinchen und allem. Toll gemachtes Fest.  

Dann, nach 3500 meist schönen Kilometern, unseren Camper abgegeben. Am nächsten Tag sollte es mit Flieger gen Perth losgehen. Eine Nacht im Zelt mit Doppelbett und Kühllkiste auf gutbewertetem Campingplatz in direkter Flughafennähe übernachtet. Was ein Horror!!! Der Zeltplatz an sich war auch gut. Aber diese Zelte lagen im goldenen Dreieck zwischen einem Tobespielplatz mit 50 lärmenden Klassenfahrtkindern, einer Helikopterlauten Abzugsanlage, dem Highway UND dann noch dem Flughafen. Und im Zelt hörte sich alles irgendwie noch doppelt so laut an. Wir haben quasi nicht geschlafen (außer Luke, der hat voll durchgepennt).

Aber gut, dafür entpuppte sich unser supergünstiges Airbnb Zimmer in Perth dann als quasi eigene, sehr toll eingerichtete Wohnung. Sometimes you win, so...

February 18, 2018

ALDI

Zeit: Die End-80ziger Jahre
Ort: „Zehlendorf-Mitte“ oder postalisch „1000 Berlin 37“

Die Postleitzahlen folgten damals irgendeinem, mir nicht mehr geläufigen Ordnungssystem. Immerhin war „1000 Berlin 36“ nicht etwa der nette Nachbarbezirk von Zehlendorf, sondern das kulturell-politisch-und-überhaupt-alles weit entfernte Kreuzberg. Nicht das freundliche „61“ mit dem Bergmannkiez, sondern die 1. Mai-Steineschmeißen, Punks und lange Nächte-Nummer. Die Heimat der „36-Boys“ (gesprochen Sörtisiksser), einer Arabisch-Türkischen-Gang, vor der man sich auf nächtlichen Touren durch die Stadt besser in Acht nahm. Jeder 36er hatte mindestens ein „Butterfly“ als Spiel- und Drohwerkzeug am Start. Und eh man sich´s versah, fuchtelten Murat und/oder seine kleinen und/oder großen Brüder einem damit vor der Kandare rum: „Alter, Walkman her!“.

Gangs waren damals (wahrscheinlich US-Vorbild-bedingt) eh en vogue in West-Berlin. Eine weitere Gang mit Migrationshintergrund gab´s im Wedding. Dann noch eine (...

February 15, 2018

In Warrnambool zwei Übernachtungen auf einem eigentlich nicht so tollen Campingplatz. Aber mal an einem Platz bleiben war jetzt wichtig. Verschnaufen, Luke voll bespaßen und dann wieder weiter. Enorme Kadadou-Schwärme sausen über den Platz (die sind einfach ÜBERALL).

Hier auch Erstkontakt mit einer „Huntsman“... Auf dem Campingplatz hatten sie ein paar Kettcars zum leihen (Australische Ausführung, also eeetwas größer als bei uns). Luke hat sich eins ausgesucht und wollte aufsitzen, da sagte ein Typ von der Seite: „Ahh, da würde ich mich jetzt nicht hinsetzen, da sitzt schon eine Huntsman.“ Ich wusste, das war irgendeine Spinne. Und bei Spinnen in Australien heißt es OBACHT!!!“ Ich also Luke zurückgehalten. Der Typ kommt und wedelt in Richtung Sitz und da saust doch dieses Riesenbist vom Sitz weg und den Weg entlang ins Gebüsch. Im Internet ist nachzulesen: „Die große und gefährlich wirkende Huntsman Spider (Riesenkrabbenspinne) ist ein sehr häufiger Anblick und ähnelt etwas der bekannte...

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