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8. Tschö Osten, hallo Westen

February 24, 2018

In Adelaide noch auf einem tollen Künstlerfest (Fringe) gewesen. Endlich mal ein richtig sommerlicher Stadttabend unter netten Menschen. mit lecker Essen, gepflegtem Weinchen und allem. Toll gemachtes Fest.  

 

Dann, nach 3500 meist schönen Kilometern, unseren Camper abgegeben. Am nächsten Tag sollte es mit Flieger gen Perth losgehen. Eine Nacht im Zelt mit Doppelbett und Kühllkiste auf gutbewertetem Campingplatz in direkter Flughafennähe übernachtet. Was ein Horror!!! Der Zeltplatz an sich war auch gut. Aber diese Zelte lagen im goldenen Dreieck zwischen einem Tobespielplatz mit 50 lärmenden Klassenfahrtkindern, einer Helikopterlauten Abzugsanlage, dem Highway UND dann noch dem Flughafen. Und im Zelt hörte sich alles irgendwie noch doppelt so laut an. Wir haben quasi nicht geschlafen (außer Luke, der hat voll durchgepennt).

 

Aber gut, dafür entpuppte sich unser supergünstiges Airbnb Zimmer in Perth dann als quasi eigene, sehr toll eingerichtete Wohnung. Sometimes you win, sometimes you loose. Steckste nicht hinter.

 

Jetzt haben wir für eine Woche ein Auto und gondelt den Südwesten ab. Insbesondere eine Waldgegend mit sehr abgefahreren Mammutbäumen. Drei extrem hohe davon, damals als Brandausguck eingerichtet, kann man per Eisenstangenleiter bis auf 60 Meter Höhe besteigen. Ein äußerst eindrucksvolles Erlebnis, was ein gewisses Maß von Schwindelfreiheit und Huspe erfordert. Insbesondere, weil es keine Sicherung gibt. In Deutschland wäre das wohl undenkbar. Aber der Ranger sagte, dass es noch kein Unglück gegeben hat - vielleicht auch, weil man bei Bedenken eher nicht hochklettert, oder hat nur ein paar Meter. Aber geil! Nur: auch hier wieder diese blöden Bremsen, mit denen wir uns mittlerweile aber einigermaßen arrangiert haben. Lange Klamotten an und immer in Bewegung bleiben. Die Viecher heißen "March-Flies", weil sie im März ihre Brut in den Wäldern großziehen - und zwar mit einer Mischung aus Pollen (von den Bäumen) und Blut (von Tieren oder halt den Menschen im Wald). Aber wie gesagt: Der Wald rockt!

 

Jetzt sind wir im Valley of the Giants, nähe Walpole angelangt. Auch hier schön. Riesige Bäume, die man per Rundweg in den Baumkronen begehen kann. Auch das ein mulmiges Erlebnis, aber super.

 

 

24.02.: Nur noch einen Monat! Wie die Zeit vergeht. Der Tag beschenkt uns fett. Noch mehr und imposantere Riesenbäume. Super tolle Strände in der Nähe von Denmark und zwischendurch Stopp im Biergarten inmitten eines Weinbergs einer Brauererei. Endlich mal wieder ein richtiges Bier vom Fass!

 

Alle sagen: Der Westen ist landschaftlich total reizvoll. Stimmt! Wir sind gespannt, was da noch so kommt....

 

PS: Diese Riesenbäume sind unten und innen oft ausgebrannt. Manchmal steht nur noch quasi die Rinde. Die Bäume sind bis zu 400 Jahre alt und werden häufig von Insekten befallen, die den Baum unten-innen kaputt machen. Dieser Teil wird dann bei Waldbränden ausgebrannt. Den Baum „stört“ das nicht, denn seine Lebensadern liegen in der harten Borke. So stehen hier diese Riesenbäume mit schwarzem Loch am Rumpf rum. Irgendwie so ist das…

 

 

 

Wir übernachten in einfachsten Zimmern im einfachsten Hostel. Die YHAs hier haben was. Klein, alt, ein bisschen britisch und heimelig. Hat was.

 

Und wir ziehen irgendwie jeden Tag auch immer nur noch die gleichen Klamotten an. Hat auch was. Wir haben ja eh nur spärlich eingepackt und morgens einfach schnell ohne überlegen zack rein in die Hose und das Shirt ist gar nicht schlimm. Yvonne führt die Kombinationsskala an, dann kommt Luke und abgeschlagen hinten ich (ich beschränke mich auf Wanderhose in Kombination mit langem oder kurzen Bein und einem meiner drei T-Shirts; wobei davon gerade zwei dreckig sind und nicht genutzt werden). Nein, nein, soo schlimm ist es nicht, aber wir leben wirklich sehr basic.

 

Schönes Erlebnis für Luke in unserem Hostel: Die finnische Familie aus aus unserem Nachbarzimmer hatte einen Sohn in Lukes Alter. „Türuskü“ – ein Naturname, der „Wellenbrechen“ auf Finnisch bedeutet. Luke hat sich jedenfalls stundenlang prächtigst mit Türüskü amüsiert, im Gras gewälst, auf Bäume geklettert, Tiere gespielt und vor allem gekloppt! Es gab null Sprachhürden. Die Jungs haben sofort losgelegt. Hat ihm sichtlich gut getan.

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